Schluss mit Gewinnung, Import und Anwendung des Doppelleid-Hormons PMSG in Deutschland
Tragende Stuten leiden für die Produktion von billigem Schweinefleisch. Aus ihrem Blut wird das Fruchtbarkeitshormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) gewonnen. Das Hormon wird in der industriellen Ferkelzucht für die Geburtentaktung und Steigerung der Wurfgrösse eingesetzt: Es ist ein Doppelleid-Hormon.
In der Schweiz verzichtet die Schweinezüchter-Branche bereits auf PMSG: Seit September 2022 darf das Qualhormon in Schweizer Tierhaltungen nicht mehr eingesetzt werden. Dennoch importiert die Schweiz weiterhin Schweinefleisch aus Ländern, in der die Verwendung von PMSG immer noch auf der Tagesordnung steht. Allen voran: Deutschland. Fast 80 % der Schweinefleischimporte in die Schweiz stammten 2021 aus Deutschland. Jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen und ein Verbot von PMSG in Deutschland fordern, weil immer noch...
… halbwilde Stuten in Südamerika und Island gequält werden:
Die Produktion von PMSG in Island und Südamerika ist tierschutzwidrig. Mit Gewalt werden den Stuten bis zu 10 Liter Blut pro Woche abgezapft. Für die Blutfarmer sind die Fohlen ein reines Neben- und Abfallprodukt: In Island werden sie geschlachtet, in Südamerika abgetrieben.
… PMSG in Deutschland hergestellt werden darf:
Auch in Deutschland wurde 40 Jahre lang Stutenblut für die PMSG-Produktion gewonnen - auf einem Gestüt in Thüringen. Obwohl die dortige Produktion 2022 wegen Beendigung des Liefervertrags eingestellt wurde, darf in Deutschland nach wie vor PMSG produziert werden. Das ist nicht vertretbar: Zwei Rechtsgutachten belegen, dass die Blutentnahmen als Tierversuche einzustufen sind. Tierversuche müssen jedoch unerlässlich und ethisch vertretbar sein. Beides trifft bei der PMSG-Gewinnung nicht zu. Es gibt zahlreiche Alternativen zu PMSG – darunter synthetische und hormonfreie Methoden. Blutentnahmen sind daher unnötig und somit rechtswidrig und sollten auf gesetzlicher Ebene verboten werden.
… Ferkel und Mutterschweine unter PMSG leiden:
Profit darf nicht vor Tierschutz stehen. Die eng getakteten Geburten sind eine enorme Belastung für die Muttertiere in deutschen Ferkelzuchtbetrieben. Zudem werden durch den Hormoneinsatz oft mehr Ferkel geboren, als die Mutter versorgen kann. Überzählige Ferkel verhungern oder werden getötet.
PMSG dient rein wirtschaftlichen Interessen und verfolgt das Ziel, massenweise billiges Schweinefleisch zu produzieren. Auf Kosten der Ferkel und der Muttersauen. Auf Kosten der Stuten. Dieses doppelte Tierleid muss beendet werden.
Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen, der Animal Welfare Foundation e.V. und dem Deutschen Tierschutzbund e.V., fordern wir das deutsche Bundeslandwirtschaftsministerium auf, die rechts- und tierschutzwidrige Gewinnung und Anwendung des Qualhormons PMSG in Deutschland zu verbieten und den Import zu beenden.
Bitte unterstützen Sie unsere Forderung mit Ihrer Stimme!
Laden Sie Ihre Freund*innen, Bekannten und Kolleg*innen dazu ein, mit uns ein Ende der Blutfarmen zu fordern:
Mein Stimmzettel
«Ich fordere ein Ende der Gewinnung, des Imports und der Anwendung von PMSG in Deutschland».
Bitte leiten Sie meine Stimme weiter an das deutsche Bundeslandwirtschaftsministerium.
