31Juli2019

Polen | Swietokrzyskie | Monatsbericht Juli: Farm Animal Service

Zlotniki. Wir befestigen eine neue Hundehütte.

Tarczek. Das Pony sieht vernachlässigt aus. Sein Fell ist schmutzig und seine Hufe überwachsen. Darüber hinaus scheint es eine Fehlstellung an den Vorderbeinen zu haben.

Lomno. Dieser Hund braucht dringend eine Hundehütte.

Skorzeszyce. Seit unserem letzten Besuch hat der Hofbesitzer die Wände gestrichen und eine neue Boxentüre eingebaut.

Podgorze. Wir behandeln die Hunde mit einem Mittel gegen Flöhe.

In diesem Monat besuchen wir zuerst einige neue Bauernhöfe, die bei unserem Farm Animal Service (FAS) Programm mitmachen möchten, um so die Lebensqualität der auf den Höfen lebenden Tiere zu verbessern. Der erste Hof ist in Tarczek und in einem allgemein ordentlichen Zustand. Wir sind jedoch besorgt, um das Pony. Mit seinem schmutzigen Fell und den überwachsenen Hufen sieht es vernachlässigt aus. Wir sprechen den Besitzer auf die Verfassung des Ponys an und werden ins sechs Wochen zurückkommen, um zu überprüfen ob sich der Besitzer um das Tier gekümmert hat.

Der nächste Hof, den wir besuchen ist in Lomno. Dort befindet sich ein Bulle, eine alte Stute und drei Hunde. Zwei der Hunde sind an der Kette, einer läuft frei herum. Die Hunde brauchen neue Hütten und der Hof muss aufgeräumt werden. Das sind die beiden Hauptaufgaben, die der Besitzer vor unserem nächsten Besuch erfüllen muss. Anschliessend fahren wir auf einen Hof in Zlotniki. Dort haben wir vor kurzem eine lange Laufleine an einer Schiene für den Hofhund angebracht, sodass er sich auf dem Hofgelände freier bewegen kann und nicht eingesperrt in der Scheune bleiben muss. Für den nötigen Witterungsschutz statten wir ihn bei unserem jetzigen Besuch mit einer passenden Hundehütte aus. So kann er sich in Zukunft auch bei schlechterem Wetter draussen bewegen.

Als nächstes fahren wir auf einen Hof in Podgroze. Diesen Hof kontrollieren wir bereits seit vielen Jahren. Die Besitzer sind arm, aber auch wenig motiviert und schwierig in der Zusammenarbeit. Sie besitzen mehrere Rinder, Katzen und fünf Hunde. Vor Ort entdecken wir wieder schimmeliges Hundefutter in den Näpfen und kein Wasser. Eine Katze auf dem Hof hat Junge bekommen. Der Hofbesitzer verspricht, die Katze kastrieren zu lassen, sobald die Kätzchen abgestillt haben. Wir behandeln die Hunde auf dem Hof mit einem Flohspray und hinterlassen einen Sack Hundefutter. Die Kontrollen auf diesem Hof sind mühsam und frustrierend. Nach unserem Besuch diskutieren wir im Team eine mögliche Strategieänderung für diesen Hof, damit sich die Kooperationsbereitschaft der Besitzer in Zukunft verbessert.  

Anschliessend besuchen wir einen Hof in Skorzeszyce. Dort schneiden wir die Hufe eines Hengstfohlens aus. Das ist das erste Mal in seinem Leben. Seit unserem letzten Besuch hat der Besitzer die Wände gestrichen und eine neue Boxentür gebaut. Jetzt ist der Stall deutlich heller und sicherer für das Pferd. Auf dem nächsten Hof in Wola Zamkow erreichen uns traurige Nachrichten. Der Hofhund ist gestorben. Er war alt und ist vor einem Jahr an Krebs erkrankt.

Auf dem letzten Hof in Wachock bittet uns ein Hofbesitzer um Rat. Er hat kürzlich einen einjährigen Araberhengst zum Kauf angeboten bekommen und ist sich nicht sicher, ob es das richtige Pferd für ihn ist. Wir raten ihm davon ab, da er keine Erfahrung mit Araberpferden hat und sich nur mit Zugpferden auskennt. Insgesamt besucht unser Team in diesem Monat 16 Höfe und behandelt die Hufe von zehn Pferden. Des Weiteren haben sich zwei weitere Höfe dazu entschlossen bei unserem Farm Animal Service Programm mitzumachen.