16. Oktober 2026

Mercosur-Abkommen stoppen: Helfen Sie uns, das Referendum zu ergreifen?

Verschmutztes Trinkwasser, knietiefer Schlamm, kein Schatten: So sehen viele Rindermastanlagen in den Mercosur-Staaten aus.

Auf den Feedlots werden oft tausende Rinder gleichzeitig gemästet. Nicht mit Gras, sondern mit Kraftfutter. So werden sie schnell dick, können aber auch schwere gesundheitliche Probleme bekommen.

Das Schweizer Parlament hat dem Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Uruguay, Paraguay und Argentinien zugestimmt. Damit drohen noch mehr Fleischimporte aus Ländern, in denen Tiere unter Bedingungen gehalten werden, die in der Schweiz nicht akzeptiert würden. Gemeinsam mit der Allianz gegen Regenwaldabholzung unterstützen wir das Referendum. Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, das Abkommen zu verhindern. 

Unsere Recherchen auf 21 Rindermastbetrieben in Argentinien, Brasilien und Uruguay zeigen die erschreckenden Zustände, unter denen Tiere in Mercosur-Staaten gehalten werden. Zwischen August 2025 und März 2026 dokumentierte unser Einsatzteam kranke und verletzte Tiere, fehlenden Schatten, verschmutztes Trinkwasser und Rinder, die nach Regenfällen tagelang tief im Schlamm stehen.

Auf einigen dieser sogenannten Feedlots werden bis zu 80'000 Tiere gleichzeitig gemästet. Die Rinder erhalten grosse Mengen Kraftfutter, damit sie möglichst schnell an Gewicht zulegen. Die dokumentierten Missstände zeigen, was hinter vermeintlich hochwertigem Rindfleisch aus Südamerika stecken kann.

Besonders problematisch ist: Fleisch aus solchen Betrieben wird auch in die Schweiz importiert. Schweizer Detailhändler bieten solche Produkte an. 

Mehr Freihandel ohne verbindliche Tierschutzstandards

Mit dem Mercosur-Abkommen könnte künftig noch mehr solches Fleisch in die Schweiz gelangen. Das Abkommen sieht für bestimmte Agrarprodukte zusätzliche Importmöglichkeiten vor, darunter auch für Rindfleisch.

3000 Tonnen zusätzlich könnte die Schweiz durch das Abkommen jedes Jahr zollfrei importieren. Verbindliche Tierschutzstandards oder Regeln zum Erhalt des Urwalds oder gegen Menschenhandel fehlen in dem Abkommen allerdings gänzlich. Damit stellt das Abkommen wirtschaftliche Interessen über den Schutz von Tieren, Umwelt und Menschenrechten.

Jetzt braucht es jedes Stimme

Das Parlament hat dem Mercosur-Abkommen zugestimmt. Doch die Schweizer Bevölkerung soll das letzte Wort haben. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Allianz gegen Regenwaldabholzung und Unterstützer:innen aus der Politik das Referendum lanciert.

Bis zum 21. Januar 2027 müssen mindestens 50'000 gültige Unterschriften zusammenkommen, damit eine Volksabstimmung ermöglicht wird.

Helfen Sie mit, dieses Ziel zu erreichen! Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die Forderung, dass die Bevölkerung über das Mercosur-Abkommen entscheiden kann. Gemeinsam können wir uns gegen eine Handelspolitik einsetzen, bei der Tiere und Umwelt die Kosten tragen.

Hier Unterschriftenbogen bestellen

Die Unterschrift ist nur auf Papier gültig. Über die Referendumsseite können Sie das Referendum unterstützen und Unterschriftenbogen bestellen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!