Neuer Film über Rindermastanlagen in Südamerika
Die Tiere in den Feedlots stehen den ganzen Tag in der prallen Sonne. Verletzte und kranke Tiere werden nicht versorgt.
[Translate to TSB: Schweizer Deutsch:] Oft ist das Wasser in den Feedlots stark verschmutzt. Das kann die Rinder krank machen.
Rindfleisch aus Südamerika wird in Europa teilweise als Premiumprodukt vermarktet – die Produktionsbedingungen dahinter bleiben dabei meist unsichtbar. Unser neuer Film zeigt die Realität hinter dem oft als „High Quality Beef“ vermarkteten Fleisch – und dokumentiert Zustände, die mit den Erwartungen an Tierwohl kaum vereinbar sind.
Zwischen August 2025 und März 2026 hat unser Team verdeckt in 21 Rindermastanlagen (sog. Feedlots) in Argentinien, Brasilien und Uruguay recherchiert. Die Aufnahmen zeigen verletzte und kranke Tiere, massiven Hitzestress und kein Schatten, verschmutztes Trinkwasser, nicht artgerechte Fütterung sowie Rinder, die nach Regenfällen tagelang knietief in Schlamm und Exkrementen stehen.
Und das sind keine Einzelfälle: Auf jedem einzelnen Feedlot haben wir gravierende Tierwohl-Probleme festgestellt.
Aus unseren Recherchen ist nun ein neuer Film entstanden. Er macht sichtbar, was sich hinter dem vermeintlichen Premiumprodukt verbirgt: keine idyllischen Weidelandschaften, sondern industrielle Intensivmast mit tausenden oder sogar zehntausenden Tieren auf engstem Raum.
Fleisch aus diesen Betrieben gelangt nach Europa
Besonders brisant: Die von uns dokumentierten Feedlots sind offiziell für den Export in die EU und die Schweiz zugelassen. Obwohl die dort festgestellten Haltungsbedingungen in Europa nicht akzeptiert würden, darf Fleisch aus diesen Betrieben importiert werden.
Mit dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) würden die Importmengen künftig sogar weiter steigen – bei gleichzeitig fehlenden verbindlichen Tierwohlstandards für importierte Produkte.
Unsere Forderungen
Unsere Recherche zeigt: Tierleid darf kein Bestandteil internationaler Handelsabkommen sein.
Wir fordern:
- einen Importstopp für Fleisch aus tierquälerischer Haltung,
- verbindliche Tierwohlstandards für alle importierten Tierprodukte im Mercosur-Abkommen,
- keine Handelsvorteile für Produkte, die unter Bedingungen erzeugt werden, welche grundlegenden EU-Tierschutzprinzipien widersprechen.
Jetzt den Film anschauen
Unser Film zeigt, was wir während unserer monatelangen Undercover-Recherche dokumentiert haben – und warum jetzt politisches Handeln gefragt ist.
Sehen Sie sich den Film an und helfen Sie mit, die Wahrheit über das vermeintliche Qualitätsfleisch aus Mercosur-Staaten sichtbar zu machen. Teilen Sie den Film mit Familie, Freundinnen und Freunden sowie in den sozialen Medien. Nur dank der Unterstützung engagierter Menschen können wir solche Recherchen durchführen und politischen Druck für bessere Tierwohlstandards aufbauen.

