15. May 2026

"Tierschutzverbände empört über Brasilien-Fleischverbot: Problem sind nicht Antibiotika" - Bericht von Euronews

Die internationale Nachrichtenplattform Euronews hat in einem aktuellen Beitrag zum Importverbot für brasilianisches Fleisch mehrfach die Einschätzungen unserer Projektleiterin Sabrina Gurtner aufgegriffen. Zudem hat es auf unsere gemeinsamen Recherchen mit der Eurogroup for Animals Bezug genommen.

Im Zentrum des Artikels steht das neue EU-Importverbot für brasilianisches Fleisch aufgrund des Einsatzes antimikrobieller Mittel. Sabrina Gurtner macht gegenüber Euronews jedoch deutlich, dass die eigentliche Ursache tiefer liegt: problematische Haltungssysteme, hoher Stress für die Tiere und massive Missstände in der industriellen Rinderhaltung.

Euronews zitiert Sabrina Gurtner mit der Einschätzung, dass der großflächige Einsatz antimikrobieller Mittel häufig eine direkte Folge intensiver Haltungssysteme sei. Tierfreundlichere Haltungsbedingungen mit weniger Stress und besseren Lebensbedingungen könnten den Bedarf an solchen Medikamenten deutlich reduzieren.

Darüber hinaus verweist der Beitrag auf unsere investigativen Recherchen in den Mercosur-Staaten. Die dokumentierten Aufnahmen zeigen systematische Missstände in großen südamerikanischen Feedlots und Freilandmastanlagen. Dort werden tausende Tiere unter Bedingungen gehalten, die nach EU-Recht nicht zulässig wären, wie Sabrina Gurtner der Journalistin erklärt hat.

Der Artikel greift damit zentrale Kritikpunkte auf, welche wir und unsere Partnerorganisationen seit Langem im Zusammenhang mit dem EU-Mercosur-Abkommen thematisieren: Während Europa hohe Tierwohlstandards vorgibt, gelangen weiterhin Fleischimporte aus Systemen auf den europäischen Markt, die diese Standards nicht erfüllen.

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