Statutes Tierschutzbund Zürich

Statutes Tierschutzbund Zürich

June 2011

I. Name, Sitz, Zweck und Rechtsdomizil

1.    Unter dem Namen "Tierschutzbund Zürich", nachfolgend Tierschutzbund, besteht ein Verein gemäss Art. 60 ff ZGB. Sitz des Vereins ist Dübendorf. Der Verein kann Untergruppen bilden sowie Vereine oder Stiftungen im In- und Ausland errichten, sofern sie den gleichen Zweck verfolgen.

2.    Der Tierschutzbund ist ein politisch und konfessionell unabhängiger, gemeinnütziger Verein und bezweckt die Förderung aller Anliegen des Tierschutzes. Er verfolgt keinen kommerziellen Zweck und erstrebt keinen Gewinn.

3.    Der Tierschutzbund engagiert sich insbesondere in den folgenden Bereichen:

 

  • Projekte für Tiere in Not im In- und Ausland
  • Projekte zum Schutz von Nutztieren
  • Aufklärung der Öffentlichkeit
  • Kastrationsaktionen im In-und Ausland

Aufnahme und/oder Platzierung in Not geratener Tiere.

4.    Der Verein kann mit schweizerischen, ausländischen und internationalen Organisationen gleicher oder verwandter Zielsetzungen zusammenarbeiten (z.B. auch mittels Kooperationsverträgen) und deren Mitglied werden sowie für Tierschutzzwecke (z.B. Betreiben eines Tierheimes) Grundstücke und Bauten mieten, pachten, erwerben, belasten, vermieten, verpachten oder veräussern.

Der TSB hat sein Rechtsdomizil am Ort der Geschäftsstelle. 

II.     Mitgliedschaft

5.    Mitglied des Vereins können natürliche und juristische Personen werden.

6.    Beitrittswillige haben beim Sekretariat eine schriftliche Beitrittserklärung einzureichen. Der Vorstand kann Beitrittsgesuche ablehnen, ohne zur Begründung einer Stellungnahme verpflichtet zu sein.
Die Mitgliedschaft gilt für ein oder mehrere Jahre ab dem Eintrittsdatum. Es gilt das Kalenderjahr. 

Der Mitgliederbeitrag kann jährlich eingefordert werden.

7.    Die Mitglieder des Vereins erhalten die Vereinszeitschrift im Gebiet der Schweiz unentgeltlich.

8.    Personen, die sich um die Förderung des Tierschutzes oder des Vereins besonders verdient gemacht haben, können vom Vorstand mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet oder durch die Vereinsversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden (Ziff. 23, lit. f).

 9.    Die Mitgliedschaft beim Verein erlischt durch:

  • Tod des Mitglieds bzw. durch Auflösung der juristischen Person
  • Austrittserklärung des Mitglieds
  • Ausschluss des Mitglieds (Ziff. 11)

Streichung eines Mitglieds aus der Mitgliederliste (Ziff. 12).

10.    Der Austritt kann unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist, auf Ende jedes Kalenderjahres durch schriftliche Erklärung zuhanden des Vorstands erfolgen.

11.    Mitglieder, die den Bestrebungen oder dem Ansehen des Tierschutzes oder dem Verein Schaden zufügen, können durch Vorstandsbeschluss aus dem Verein ausgeschlossen werden. Der Entscheid ist der betroffenen Person per eingeschriebenem Brief mitzuteilen. Diese hat das Recht, innert zehn Tagen nach Empfang der Mitteilung, schriftliche Einsprache mit Begründung an den Präsidenten, zuhanden der nächsten Vereinsversammlung, zu erheben. Der Vereinsversammlung steht der endgültige Entscheid zu.

12.    Mitglieder, die ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Verein nicht nachkommen oder deren aktuelle Adresse nicht mehr bekannt ist, werden von der Mitgliederliste gestrichen. Es bedarf keiner Mahnung und das Mitglied muss über die Streichung der Mitgliedschaft nicht schriftlich benachrichtigt werden. 

13.    Ausgetretene, ausgeschlossene und von der Mitgliederliste gestrichene Personen verlieren ihre Mitgliedschaftsrechte.

III.     Finanzen

14.    Die Einnahmen des Vereins stammen aus den ordentlichen Mitgliederbeiträgen, aus freiwilligen Zuwendungen sowie aus Erträgen. Der Jahresbeitrag für Mitglieder beträgt Fr. 30 . Durch Beschluss der Vereinsversammlung kann der Jahresbeitrag angepasst werden.

15.    Für alle Verbindlichkeiten des Vereins haftet ausschliesslich das Vereinsvermögen. Die persönliche Haftung der Mitglieder für Vereinsschulden ist ausgeschlossen.

IV. Organisation

16.    Die Organe des Vereins sind:
a) Die Vereinsversammlung (Ziff. 17 bis 24)

b) Der Vorstand (Ziff. 25 bis 32)

c) Die Kontrollstelle (Ziff. 33).


a) Die Vereinsversammlung (VV)

17.    Die Vereinsversammlung, bestehend aus der Gesamtheit der Mitglieder, ist das oberste Organ des Vereins, das seine Rechte grundsätzlich auf dem Weg der schriftlichen Urabstimmung ausübt.

18.    Die ordentliche Vereinsversammlung bzw. die Urabstimmung findet in der Regel innerhalb des ersten Kalenderhalbjahrs statt. Anträge zuhanden der Vereinsversammlung sind dem Vorstand jeweils bis zum 31. Dezember schriftlich und begründet einzureichen.

19.    Die Stimmkarte ist den Mitgliedern, zusammen mit den Traktanden und diesbezüglichen Anträgen, unter Angabe des Beschlussfassungstermins, an welchem die Stimmkarte retourniert sein muss, mit nicht eingeschriebener Post zuzustellen.

20.    Der Vorstand hat die Stimmkarte und das Abstimmungs- und Wahlmaterial jeweils einen Monat vor dem Beschlussfassungstermin zu versenden.

21.    Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Beschlussfassungen erfolgen unter Vorbehalt von Ziff. 35 mit einfachem Mehr der bis zum Beschlussfassungstermin eingegangenen gültigen Stimmen.

22.    Die Ergebnisse der Beschlussfassungen sind jeweils in der nächsten Ausgabe der Vereinszeitschrift zu publizieren.

 


23.    Die ordentliche Vereinsversammlung erledigt durch Urabstimmung folgende Vereinsgeschäfte:
a) Entgegennahme und Genehmigung des Jahresberichts des Vorstandes

b) Entgegennahme und Genehmigung der Jahresrechnung und der Anträge der Kontrollstelle

c) Wahl des Präsidenten, der Vorstandsmitglieder und der Kontrollstelle

d) Anpassung der Jahresbeiträge

e) Ernennung von Ehrenmitgliedern

f) Änderung der Statuten

g) Anträge des Vorstands und der Mitglieder (Ziff. 18) an die VV.

24.   Die physische VV wird durch den Präsidenten, im Verhinderungsfalle durch den Vize-Präsidenten geleitet. Die Stimmenzähler werden durch die Versammlung gewählt. Die VV ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.  Ein Mitglied kann bei Verhinderung der Teilnahme eine Drittperson schriftlich ermächtigen, deren Stimme abzugeben.

Eine ausserordentliche VV ist auf Beschluss des Vorstands, sowie auf schriftliches Begehren von wenigstens 20% der Mitglieder durchzuführen. 


b) Der Vorstand

25.    Der Vorstand ist das geschäftsleitende Organ. Er hat die Angelegenheiten des Vereins zu besorgen und erledigt in eigener Kompetenz alle Geschäfte, die nach Gesetz und Statuten nicht der VV vorbehalten sind (Ziff. 23). In die Kompetenz des Vorstandes fallen auch der Erwerb, die Belastung und die Veräusserung von Liegenschaften und Grundstücken.

Bei Bedarf und für besondere Aufgaben kann der Vorstand zu seiner Unterstützung Fachexperten beiziehen und Kommissionen einsetzen, über deren Entschädigung er entscheidet.

26.    Die Vorstandsmitglieder üben ihre Funktionen grundsätzlich ehrenamtlich aus. Für besonders zeitraubende Inanspruchnahme der Vorstandsmitglieder in Bezug auf Bestrebungen des Vereins, kann einzelnen Vorstandsmitgliedern eine Funktionsentschädigung ausgerichtet werden. Den zu Tagungen, Besprechungen, Aktionen usw. abgeordneten Vorstandsmitgliedern werden die damit verbundenen Auslagen ersetzt.

27.    Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten sowie maximal drei Beisitzern. Diese werden via Urabstimmung jeweils für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt.

28.    Der Vorstand konstituiert sich selbst und verteilt die Funktionen und Zuständigkeiten unter seinen Vorstands-Mitgliedern. Die laufenden Geschäfte eines ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds werden bis zum nächsten Wahltermin von einem verbleibenden Vorstandsmitglied übernommen.

29.    Der Vorstand vertritt den Verein nach aussen. Die Vorstandsmitglieder führen Kollektivunterschrift zu zweien.

30.    Der Vorstand kann eine Geschäftsleitung bestellen, die nach Massgabe des vom Vorstand erlassenen Organisationsreglements und der GF-Stellenbeschreibung die Geschäftsführung und Vertretung des Vereins obliegt. Die Zeichnungsberechtigten führen Kollektivunterschrift zu zweien.

31.    Die Vorstandssitzungen werden vom Präsidenten nach Bedarf und unter Angabe der Traktanden einberufen. Ausserdem ist eine Vorstandssitzung innert sieben Tagen einzuberufen, wenn dies von mindestens zwei Vorstandsmitgliedern verlangt wird.

32.   Der Vorstand entscheidet durch Mehrheitsbeschluss. Bei Stimmengleichheit fällt dem Präsidenten, nach Beratung mit dem Vorstand, der Stichentscheid zu.

c) Die Kontrollstelle

33.    Die von der VV gewählte Kontrollstelle ist verpflichtet, die gesamte Rechnungsführung sowie den Jahresabschluss gewissenhaft zu prüfen und über seinen Befund der ordentlichen VV Bericht und Antrag, insbesondere auch bezüglich Entlastung des Vorstands, zu erstatten. Die Rechnungsrevision kann auch einer vertrauenswürdigen Treuhandstelle übertragen werden.

V.     Die Geschäftsstelle

34.    Die Geschäftsstelle, deren Sitz vom Vorstand bestimmt wird, besorgt die laufende Korrespondenz und das Kassageschäft, die Mitgliederkontrolle und das Rechnungs- und Mahnwesen. Sie organisiert und führt die beschlossenen Aktionen und erteilt Interessenten die gewünschten Auskünfte. Das Personal wird vom Vorstand angestellt. Der Vorstand umschreibt die Pflichten und Kompetenzen des Geschäftsführers im Anstellungsvertrag oder in einem besonderen Reglement/Stellenbeschreibung. Der/die Geschäftsführer/in ist dem Vorstand verantwortlich. Das übrige Geschäftsstellen-Personal kann dem/der Geschäftsführer/in direkt unterstellt sein. 

Vl.     Auflösung des Vereins

35.    Der Verein wird aufgelöst, wenn zwei Drittel aller Mitglieder dem Vorstand ein Auflösungsbegehren zuhanden der VV einreichen. Die VV muss diesem Begehren mit einer Zweidrittelmehrheit der eingegangenen gültigen Stimmen zustimmen.

36.    Die VV hat das vorhandene Vereinsvermögen nach Tilgung sämtlicher Verbindlichkeiten einer oder mehreren Institutionen zuzuweisen, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen wie der Verein (Ziff. 2). Eine Verteilung unter die Mitglieder ist ausgeschlossen.

Vll.     Allgemeine Bestimmungen

37.    Das Vereinsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

38.    Der Verein kann unter Wahrung des Zweckes in eine gemeinnützige Stiftung umgewandelt werden, sofern die finanziellen Mittel dies erlauben.

39.    Die vorliegenden Statuten ersetzen diejenigen vom  01. Juni 2011 sowie alle früheren. Sie treten mit ihrer Genehmigung durch die ordentliche Vereinsversammlung vom 10. August 2011 in Kraft.

 

Tierschutzbund
gez. Der Vorstand