07. Januar 2026

Vortrag für Veterinärmedizinstudierende in Leipzig: Einblicke in unsere Arbeit

Die angehenden Veterinäre haben sich sehr für unsere Arbeitsweise, also die Recherchen vor Ort, interessiert. (Symbolbild: Unsplash)

Unsere Projektleiterin Iris Baumgärtner hat den angehenden Veterinär:innen des 9. Fachsemesters der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig einen Einblick in die Arbeit im Tierschutz ermöglicht. In einem Online-Vortrag haben die Studierenden erfahren, wo wir unsere Schwerpunkte setzen, wie wir arbeiten und was es braucht, um im Tierschutz tätig zu werden.

Ein besonderes Interesse galt der Methodik unserer Recherchen und Undercover-Missionen. Viele Studierende konnten sich nicht vorstellen, wie wir arbeiten. Iris Baumgärtner berichtete ihnen deshalb aus erster Hand von stunden- oder tagelangen Beobachtungen an Sammelstellen und in Häfen, von Begleitfahrten mit Tiertransportern quer durch Europa sowie von der filmischen Dokumentation über das Leben und Leiden der sogenannten Blutstuten. Sie stellte zudem die Entstehung unseres Vereins, seine Geschichte und ersten Projekte sowie unsere heutige Arbeit ausführlich vor.

Neben der konkreten Recherchearbeit sprach Iris Baumgärtner mit den Teilnehmer:innen auch auch über die Wirkung und Erfolge unserer Projekte.

Zudem wollten die Studierenden mehr wissen über die Herausforderungen, mit denen Tierschutzorganisationen konfrontiert sind. Gesetzliche und gesellschaftliche Veränderungen für Tiere zu erreichen, ist oft ein langwieriger und schwieriger Prozess – insbesondere in einem System, in dem Tiere noch immer überwiegend als Ressource, Objekt oder Mittel zum Zweck betrachtet werden. Das ist eine wichtige Erkenntnis für angehende Tiermediziner. 

Der Austausch mit den Studierenden war für uns besonders wertvoll. Wir hoffen, dass angehende Tierärztinnen und Tierärzte in ihrem zukünftigen Beruf mehr sehen als Wissenschaft, mehr als Heilkunde und mehr als Dienstleistung. Tiermedizin ist eine Berufung – und sie bedeutet Verantwortung und Verpflichtung gegenüber jenen, die selbst keine Stimme haben.