17April2018

Uruguay | Blutfarmen | Blutstuten auf den Weiden

Wunden an den Sprunggelenken, die vermutlich von Abwehrbewegungen in der Fixierbox stammen.

Eine Stute mit eiternder, stark geschwollener Verletzung.

Eine krankhaft abgemagerte, kachektische Stute.

Diese tiefe Wunde, die den Knochen freilegt, bleibt mindestens 6 Tage unversorgt.

Ein Pferd ist auf einer Waldlichtung gestorben, sich selbst überlassen.

6.-17. April 2018: Blutstuten werden in Gruppen auf abgelegenen und ausgedehnten Waldweiden im ganzen Land gehalten. Dort werden sie sich selbst überlassen und viele sind in einem miserablen körperlichen Zustand. Wie bereits in den Jahren zuvor sind erneut zahlreiche verletzte, kranke und schwache Stuten auf den Weiden zu sehen, die offensichtlich nicht tierärztlich versorgt werden. Sie zeigen klare Anzeichen von Schmerzen wie z.B. Lahmheit, und viele Wunden sind entzündet und stark geschwollen. Ausserdem sind viele Stuten stark abgemagert, vermutlich aufgrund des hohen Blutverlusts, da ihnen wöchentlich bis zu zehn Liter Blut abgenommen werden und dies während der Trächtigkeit. Eisenmangel und Anämie sind die Folgen. In den Wäldern liegen Pferdeschädel, -knochen und -kadaver am Boden und sind ein Beweis dafür, dass Pferde hier sterben statt behandelt oder euthanasiert zu werden. Die tierärztliche Betreuung ist offensichtlich ungenügend oder inexistent. Eine tägliche Kontrolle der Pferde wäre sehr zeitaufwändig, denn diese scheuen Tiere, die Menschen nur als Gefahr sehen, in den Wäldern zu finden ist sehr schwierig. Viele Verletzungen, die man bei den Stuten auf den Blutfarmweiden sieht, sind vermutlich während des Blutentnahmeprozesses entstanden, aufgrund der Abwehrbewegungen der Tiere in den Fixierboxen oder der brutalen Behandlung durch die Arbeiter. Die Pferde haben Verletzungen an den vorhersehbaren Stellen, z.B. an den Sprunggelenken.