12. Januar 2026

Artikel über Blutfarmen im Magazin des Österreichischen Islandpferdeverbands

Der Österreichische Islandpferdeverband berichtet in der aktuellen Ausgabe seines Verbandsmagazins „Islandpferde in Österreich“ über unsere Recherchen in Island. Gerade mit Blick auf das Schicksalsjahr 2026 für die Blutstuten ist diese Aufmerksamkeit besonders wertvoll. Denn nun müssen Regierung und Veterinärbehörde entscheiden, ob sie das grausame Geschäft mit dem Stutenblut weiterhin gutheißen wollen – oder ob sie es endlich verbieten.

Die Lizenz für die Blutentnahmen bei trächtigen Islandstuten lief im Oktober 2025 aus. Ob die Blutfarmen 2026 weiterbetrieben werden dürfen, ist offen. Die europäische Aufsichtsbehörde ESA stuft die Blutgewinnung als Tierversuch ein – und damit als genehmigungspflichtig. Da es längst Alternativen zum Hormon PMSG gibt, erfüllen die Blutfarmen die gesetzlichen Voraussetzungen nicht. Trotzdem versucht das Pharmaunternehmen Ísteka per Klage, das Geschäft weiterzuführen.

Unsere Undercover-Recherchen zeigen, dass die Blutentnahmen systematisch mit massiver Gewalt, Stress und Verletzungen der Stuten verbunden sind. Die Pferde werden von ihren Fohlen getrennt, in enge Boxen gezwungen, geschlagen, fixiert und mit dicken Kanülen angezapft. Besonders traurig: Auch Tierärzte sind laut Videoaufnahmen aktiv Teil dieses Systems.

Politisch wächst der Widerstand: Die Regierungsparteien in Island sprechen sich gegen die Blutfarmen aus, ebenso die Mehrheit der Einwohner:innen, wie eine jüngst durchgeführte Befragung ergeben hat. Doch ein konkretes Verbot fehlt noch. Gleichzeitig versagen die zuständigen Behörden bei Kontrollen.

Für rund 4.000 Islandstuten ist 2026 ein Schicksalsjahr – entscheidet sich, ob dieses blutige Geschäft endet oder weitergeht.

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Zum Film über unserer Recherchen in Island